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DigitalPakt Schule mit Hürden

30.09.2020

Über ein Jahr nach dem Inkrafttreten der „Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ sind nach Stand August 2020 gerade einmal 24 Millionen Euro aus dem 5,5 Milliarden Euro starken Förderungspool abgeflossen.

Von den ca. 137.000 Euro pro Schule bundesweit, sind somit gerade einmal 600 Euro pro Schule beansprucht worden. Das heißt, bundesweit haben alle 40.000 Schulen gerade einmal je 0,4% der Ihnen zur Verfügung stehenden Gelder abgeschöpft.

Woran liegt es? Viele Schulen scheitern schon bei der Antragsstellung, diese müssen beim zuständigen Schulträger - bei öffentlichen Schulen ist das der Landkreis - einen Antrag so wie ein Konzept zum Mitteleinsatz einreichen. Ein Medienkonzept ist Grundvoraussetzung, um Mittel aus dem „DigitalPakt Schule“ beantragen zu können.

Mit Einsetzen der Corona-Krise wurden viele Stimmen laut, das Antragsverfahren länderübergreifend zu vereinfachen, insbesondere das Vorlegen eines fertigen Medienkonzepts wurde stark kritisiert. Viele Schulen sind aktuell noch damit beschäftigt ihre derzeitige informationstechnologische Infrastruktur zu prüfen, somit ist die Bedarfslage häufig noch gar nicht klar.

Am 16. April 2020 folgte, im Zuge coronabedingter Schulschließungen, eine Erleichterung des Zugangs zu den Geldern. Keine 3 Monate später, am 04.07.2020, beschloss der Koalitionsausschuss ein 500 Millionen Euro Sofortmaßnahmen Paket für die Ausstattung von Schülern mit mobilen Endgeräten, sowie die Unterstützung von Schulen bei der Bereitstellung von Online-Lehrinhalten.

Dieses 500 Millionen Euro Ergänzungspaket zum „DigitalPakt Schule“ ist nicht an eine formale Bedürftigkeitsprüfung gebunden, soll heißen es gibt keine Voraussetzungen für einen Anspruch auf diese Gelder. Das ist sinnvoll und richtig, denn nur die Verantwortlichen vor Ort können die Situation richtig einschätzen. Wünschenswert wäre es, diese Verfahrensweise auch für den eigentlichen „DigitalPakt Schule“ umzusetzen.

Wir sind in Europa, im Vergleich zu den anderen europäischen Nationen, dem digitalen Klassenzimmer ferner als wir, die große Volkswirtschaft der Mitte, sein sollten.

Deshalb bemühen wir - das Team von Abodia - uns, bei der Beratung unserer Kunden, stets die Förderfähigkeit im jeweiligen Bundesland zu berücksichtigen und entsprechende Produkte individuell auf die Anforderungen anzupassen.